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2010

Norderstedter Muskelspiele

In der "TriBühne" kämpften 219 Bodybuilder aus 31 Nationen um den Titel "Miss und Mister Universe"

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Gunnar Paasche, 50, aus Frankfurt (links) ließ in der "TriBühne" die Muskeln spielen.
Foto: Anne Pamperin

Norderstedt. Gunnar Paasche reißt die Arme hoch und spannt die Bizepsmuskeln an. Er holt das Letzte aus sich und seinem Körper, um die starken Arme noch besser hervorzuheben. Die Anstrengung ist dem 50-Jährigen deutlich anzusehen.

Für die Teilnahme an der Wahl zum "Mister Universe" hat sich der Mann mit dem markanten Schnauzbart akribisch vorbereitet. Um sich der Jury und den Zuschauern an diesem Tag von seiner besten Seite zu zeigen, hat er viel Training und eine strenge Diät hinter sich. In der letzten Woche trank der ehemalige Fußballer, der beim SV Wiesbaden die Nummer Zehn trug, acht bis zehn Liter Wasser am Tag. Am Wettkampftag selber gab es so gut wie nichts mehr. Die entbehrungsreiche Prozedur wiederholt Gunnar Paasche regelmäßig. Seit zwölf Jahren betreibt er den Körperkult - freiwillig, versteht sich. Disziplin ist alles. "Das ist reine Kopfsache."

Der Frankfurter war einer von 219 Startern, die in der "TriBühne" zur Wahl von "Miss und Mister Universe" antraten. Er wurde in der Kategorie Body over 50 Dritter. Neben zahlreichen Deutschen waren viele Athletinnen und Athleten aus Europa vertreten, einige kamen sogar aus Neuseeland oder den Philippinen. Zum vierten Mal trug der Internationale Bodybuilding-Verband NAC die Titelkämpfe bereits in Norderstedt aus. 700 Zuschauer feuerten ihre persönlichen Favoriten an und sorgten so für die richtige Stimmung.

Gesamtsieger wurden die Ungarn Peter Molnar, Brigitta Grof und Kemal Uysal, der im Bereich Athletik triumphierte.

Quelle: Hamburger Morgenpost 30. November 2010, 6:00 Uhr


Schwarzeneggers Erben: In Alzey suchen Body-Builder Mister und Miss Universe

Von Björn-Christian Schüßler

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Bodybuilder. Archivfoto: photoagenten / Axel Schmitz

Der gebürtige Österreicher Arnold Schwarzenegger ist wohl der bekannteste Träger des Titels „Mister Universum“. Der Gouverneur von Kalifornien trug ihn vier Mal und ist noch mit damals 20 Jahren immer jüngster Champion aller Zeiten. Am 4. und 5. Dezember schaut die gesamte Body-Building-Welt auf Alzey, wo die World Amateur Body-Building Association (WABBA) ihre nächsten Mister und Miss Universe kürt.

Begehrter Titel wird erstmals in Deutschland vergeben

„Wir sind sehr stolz, dass dieser Wettkampf um die Mister und Miss Universum erstmals in Deutschland ausgetragen wird. Da wir beide Alzeyer sind, war klar, dass wir ihn in Alzey präsentieren“, sagen WABBA-Weltpräsident Gerhard Neumer und sein nationaler Kollege Wilhelm Hauck. 150 Athleten aus mehr als 30 Ländern lassen die Muskeln spielen, um den begehrten Titel zu tragen.

In 13 Klassen geht es darum, sich den internationalen Wertungsrichtern zu zeigen. Neben den beiden Top-Kategorien, wo es in einer Schau und einer Kür auf der Bühne nur um die Muskeln geht, können die Sportler auch in reinen Fitness- und Mischkategorien antreten. „Die Favoriten kommen aus Ungarn und Italien. Da ist unser Sport anerkannter als in Deutschland“, sagt Hauck. Dass aus Mister Universum-Gewinnern nicht nur Politiker und Filmhelden werden, sondern auch Profi-Bodybuilder, zeigen die Weltstars Daniel Toth und Peter Mollnar mit Darbietungen im Rahmenprogramm.

Lokalmatador Adam Smoll gehört zum Favoritenkreis

Die größten deutschen Chancen sehen die Veranstalter in den Klassen Ü40 und Ü50. Lokalmatador Adam Smoll zähle als amtierender Europameister ebenso zum Favoritenkreis wie Gunnar Paasche aus Hessen. „Beide können den Titel holen“, ist sich Hauck sicher.

Seit elf Jahren haben sich Hauck und Neumer um die Austragung dieses Großevents im Bodybuilding-Sport beworben. Nach EM und WM hat es nun geklappt. „Ohne die Unterstützung durch Bürgermeister Burkhard als Schirmherr und Landrat Görisch wäre es nicht möglich“, dankt Hauck.

Der Vorkampf erfolgt am Samstag, 4. Dezember, die Siegerehrung – bis Platz sechs gibt es Pokale – mit dem Einmarsch der Nationen findet am Sonntag, 5. Dezember, ab 14.30 Uhr in der Rundsporthalle statt. Es gibt noch Restkarten an der Tageskasse.

Quelle: Alzeyer Allgemeine Zeitung, 26. November 2010